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  Internationale Sommerschule Germersheim    

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Deutsche Rechtssprache mit Zertifikatsprüfung

Inhalt:

Kursinformationen

Die Internationale Sommerschule Germersheim bietet ein über mehrere Wochenenden laufendes Seminar für Übersetzer/innen oder Dolmetscher/innen an, die sich in Rheinland-Pfalz als Übersetzer/innen ermächtigen oder als Dolmetscher/innen allgemein beeidigen lassen möchten. Diese müssen gemäß § 3 Abs. 3 und 4 des "Landesgesetzes über Dolmetscherinnen und Dolmetscher und Übersetzerinnen und Übersetzer in der Justiz" (LDÜJG) in Rheinland-Pfalz vor dem zuständigen Oberlandesgericht Kenntnisse der deutschen Rechtssprache nachweisen. Mit der das Seminar abschließenden Zertifikatsprüfung können (angehende) Übersetzer/inenn und Dolmetscher/innen einen Nachweis erlangen, der von den Oberlandesgerichten in Koblenz und Zweibrücken grundsätzlich anerkannt wurde. Auch in anderen Bundesländern (z.B. derzeit NRW) wird die Prüfung teilweise anerkannt, bitte vorher bei den jeweiligen Oberlandesgerichten erkundigen!

ACHTUNG: Aufgrund des Coronavirus werden die Unterrichtseinheiten des Seminars diesmal ALLE online stattfinden. Das heißt, dass Sie von zuhause an Ihrem Computer/Laptop dem Kurs folgen. Der Kurs ist dennoch genauso interaktiv wie als Präsenzkurs. Sie müssen keine Programme installieren. Allerdings benötigen Sie natürlich eine stabile Internetverbindung.
Die Prüfung selbst wird jedoch vor Ort in Germersheim durchgeführt.


Termine Unterricht (ALLE Online)
Samstag, 27.02.2021, 10:00 - 14:30 Uhr: Urkundenübersetzen/Theorie
Sonntag, 28.02.2021, 10:00 - 13:30 Uhr: Rechtssprache, Einführung, Strafrecht
Samstag, 06.03.2021, 10:00 - 14.30 Uhr: Urkundenübersetzen/Theorie II
Sonntag, 07.03.2021, 10:00 - 13:30 Uhr: Rechtssprache Strafverfahrensrecht
Samstag, 13.03.2021, 10:00 - 13:30Uhr: Gerichtsdolmetschen - Einführung
Sonntag, 14.03.2021, 10:00 - 14:30 Uhr: Urkundenübersetzung Praxis
Samstag, 20.03.2021, 10:00 - 13:30 Uhr: Gerichtsdolmetschen - Tipps & Tricks für die Praxis bei Gericht und Behörden
Sonntag, 21.03.2021, 10:00 - 13:30 Uhr: Rechtssprache Verwaltungsrecht, Zivil- und Zivilverfahrensrecht
Samstag, 24.04.2021, Uhrzeit wird bekannt gegeben: Prüfung


Teilnehmerkreis

Studierende der Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft, Übersetzer/innen und Dolmetscher/innen


Teilnehmerzahl
20 Teilnehmer/innen

Anmeldeschluss
27.01.2021 oder bei Erreichen der Teilnehmerzahl.

Kursgebühren
Teilnahmeentgelt Gesamtpaket:
(Seminare Urkundenübersetzung (Theorie+Praxis), Gerichtsdolmetschen, Rechtssprache (inkl. Skript), Prüfung Rechtssprache)

Studierende: FTSK 520 €
BDÜ-Mitglieder*: 590 €
Sonstige: 680 €

Teilnahmeentgelt ohne Urkundenübersetzung Praxis: 470/530/620 €
Teilnahmeentgelt ohne Gerichtsdolmetschen I und II: 450/500/580 €
Teilnahmeentgelt ohne Urkunden Praxis und Gerichtsdolmetschen: 400/450/520 €

Die Teilnahme an Rechtssprache I,II, III sowie Urkundenübersetzen Theorie ist verpflichtend für die Zulassung zur Prüfung.

* oder anderer Berufsverbände für Übersetzer/innen (ADÜ, aticom, VÜD ...)


Unterrichtsprogramm [Zurück

Bei der Zertifikatsprüfung sollen die Prüfungsteilnehmer/innen sichere Rechtskenntnisse auf den Gebieten des Straf-, Zivil- und Verwaltungsrechts einschließlich des jeweiligen Verfahrensrechts nachweisen. Die Vorbereitung auf die Prüfung besteht aus folgenden Komponenten:

I. Rechtssprache im Gerichts- und Behördendolmetschen (anhand von praktischen Beispielen)
In diesem Seminar werden die Abläufe in einem gerichtlichen Verfahren und beim Dolmetschen für verschiedene Behörden (wie z.B. Polizei oder Jugendamt) aus der Dolmetschersicht veranschaulicht. Wer vor Gericht oder anderen staatlichen Stellen dolmetschen will, muss, um nicht ins eiskalte Wasser zu springen, vorab die wichtigsten Grundfragen geklärt haben: Wie kommt man an Aufträge heran? Wie wird abgerechnet? Wie läuft eine Gerichtsverhandlung aus Sicht des Dolmetschers ab? Welche typischen Floskeln und Schlüsselwörter muss man kennen? Was sind die Dos and Don'ts?

II. Seminar Deutsche Rechtssprache
In einem vorgeschalteten Webinar werden zunächst die Themen des Präsenzseminars angestreift und Lernmaterialien zur Vorbereitung auf die Präsenzveranstaltung vorgestellt. In dieser soll das im Eigenstudium erworbene Wissen vertieft, ergänzt und angewendet werden.
Anhand eines in der Veranstaltung ausgehändigten Skripts erfahren Sie Grundzüge und Praxisrelevantes aus dem Zivilrecht mit Nebengebieten, dem Straf- und Verwaltungsrecht, über die Gerichtsorganisation und den Ablauf der entsprechenden Verfahren. Der Unterricht dient gleichzeitig zur Vorbereitung der mündlichen und schriftlichen Zertifikatsprüfungen.

III. Seminar Urkundenübersetzung (Theorie)
Das Absolvieren eines Seminars zum Urkundenübersetzen ist eine Voraussetzung, um an der Zertifikatsprüfung teilzunehmen. Alternativ kann ein gleichwertiges Seminar bei einem anderen Anbieter (z.B. BDÜ) belegt werden. Den Prüfungsteilnehmern, die bereits in der Vergangenheit ein gleichwertiges Seminar bei einem anderen Anbieter oder während des Studiums besucht haben, kann bei Vorlage eines Nachweises (Teilnahmebescheinigung bzw. Schein) die Teilnahme am Seminar erlassen werden.
Im Seminar werden verschiedene Arten von Urkunden vorgestellt, wichtige Besonderheiten bei ihrer Übersetzung (Behörden und Gerichtsbezeichnungen, Stempel, Siegel und Gebührenmarken, Beglaubigungsvermerke, Beglaubigungsformel etc.) erörtert und das Gelernte anhand einer Beispielübersetzung veranschaulicht.

IV. Seminar Urkundenübersetzung (Praxis)
Dieses ausschließlich praxisbezogene Seminar ist die Gelegenheit, die bereits im Urkundenübersetzen (Theorie) erworbenen Kenntnisse praktisch umzusetzen, d.h. die maßgeblichen und überaus vielfältigen formalen Aspekte anhand praktischer Urkundenbeispiele konkret vor Ort am Rechner umzusetzen.
Was die Sprachrichtung angeht, bieten wir die Übersetzung von Urkunden aus der englischen, französischen oder italienischen Sprache ins Deutsche an. Teilnehmer/innen anderer Sprachen können im Seminar eine deutsche Urkunde in die jeweils von ihnen gewünschte Fremdsprache übertragen, in diesem Fall kann die Dozentin jedoch nur die Richtigkeit der Formalia überprüfen. Für die Bearbeitung sind eigene Notebooks mitzubringen. Die Teilnahme an diesem Seminar ist nicht obligatorisch für die Zulassung zur Prüfung.

V. Selbststudium
Der Zertifikatsprüfung geht ein einmonatiges Selbststudium voraus, in dem sich die Prüfungsteilnehmer die als Grundlage dienende Fachliteratur eigenständig aneignen sollen. Zusätzlich zum in der Vorlesung Rechtssprache ausgeteilten Skript werden zur Vorbereitung auf berufliche Einsätze folgende Bücher empfohlen:
a) Simon, Heike / Funk-Baker, Gisela. Einführung in das deutsche Recht und die deutsche Rechtssprache. 6. Auflage, C.H. Beck, 2017 - ISBN 978-3-406-69256-7
b) Krüger, Rolf, Skript Strafrecht Allg. Teil (2 Bände), Skript Strafrecht Bes. Teil (2 Bände), Alpmann-Schmidt-Verlag 2016 und 2017.

VI. Prüfung
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen (90-minütige Klausur) und einem mündlichen Teil (10-minütiges Gespräch). Sie bezieht sich auf den Inhalt des Selbststudiums sowie auf die Inhalte der Präsenzveranstaltung. Die Prüfung wird von einem Prüfer und einer weiteren Person (Beisitzer) abgenommen. Bei der Prüfung sind keine Hilfsmittel zugelassen. Zum Bestehen der Prüfung ist das Erreichen von 70 % der möglichen Punktzahlen (Summe schriftliche und mündliche Prüfung) erforderlich. Näheres zu der Prüfung HIER.

Referenten/Prüfer
- Christine Splietorp ist als Rechtsanwältin auf grenzüberschreitende Rechtsbeziehungen spezialisiert und gleichzeitig beeidigte Übersetzerin und Dolmetscherin für Spanisch.
Sie war Dozentin bereits zahlreicher Fachveranstaltungen, u.a. am FTSK Germersheim, an der Berufsakademie Karlsruhe, den Bildungszentren der IHK und HWK und der Sparkassenakademie Baden-Württemberg. (Seminare Rechtssprache und Prüfung)
- Evita Luise Klaiber, Dipl.-Übers. (Englisch, Französisch, Italienisch), selbstständige Übersetzerin und Dozentin am FTSK in Germersheim (Seminar zum Urkundenübersetzen)
- Reiner Schleicher, Diplomdolmetscher, Allgemein vereidigter Dolmetscher der englischen, italienischen und russischen Sprache für die Gerichte und Notare des Landes Hessen (Seminar zum Gerichts- und Behördendolmetschen)

Prüfung bestanden, wie geht es weiter?
Wenden Sie sich an das Oberlandesgericht in Zweibrücken, um sich beeidigen zu lassen, hier finden Sie eine genaue Beschreibung.
Wenn Sie beeidigt sind, können Sie sich einen Stempel machen lassen, da gibt es viele Anbieter. Googeln Sie einfach „stempel beeidigung übersetzer“ und suchen Sie sich einen aus.

Viel Erfolg bei der ersten Urkunde/beim ersten Einsatz vor Gericht.


Anmeldung [Zurück

Ihre Anmeldung wird entsprechend ihrem Eingang berücksichtigt. Sie verpflichten sich dadurch zur Zahlung der Prüfungsgebühr. Bitte geben Sie bei der Anmeldung im Feld "Bemerkungen" an, ob Sie am Gesamtpaket (allen fünf Veranstaltungen) oder an welchen einzelnen Veranstaltungen Sie teilnehmen wollen. Bitte geben Sie hier ebenfalls an, wenn Sie eingeschriebene/r Student/in an einer deutschen Hochschule oder Mitglied eines Berufsverbandes für Übersetzer/Dolmetscher/innen sind (BDÜ, ADÜ, VÜD, ATICOM) sind. Bitte schicken Sie dazu unaufgefordert einen Nachweis (aktuelle Studien-, Mitgliedschaftsbescheinigung) gescannt an isg@uni-mainz.de oder werfen Sie sie im Briefkasten des ISG-Büros, Raum 106 am Fachbereich, ein. Nur nach Eingang dieser Bescheinigung kann der jeweilige Rabatt auf das Teilnahmeentgelt gewährt werden. Sie können sich HIER zu dem Kurs anmelden.

Zahlung des Kursentgelts

Nach Eingang der Anmeldung erhalten Sie eine Reservierungsbestätigung und eine Zahlungsaufforderung. Die Zahlung ist ausschließlich per Überweisung innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Zahlungsaufforderung (bei Anmeldungen kurz vor dem Anmeldeschluss spätestens bis zum Anmeldeschluss) vorzunehmen.
Nach Eingang des Überweisungsbetrags erhalten Sie eine Anmeldebestätigung.

Rücktritt

Der Rücktritt muss schriftlich erfolgen. Bei Rücktritt bis spätestens vier Wochen vor dem ersten Seminartermin wird das gesamte Kursentgelt erstattet. Bei Rücktritt bis spätestens zwei Wochen vor dem ersten Seminartermin werden 50 Prozent des Betrags erstattet. Bei späterem Rücktritt sowie bei Nichterscheinen wird die volle Prüfungsgebühr einbehalten.

Wichtige Hinweise

Veranstaltungsausfall und Änderungen
Für das Zustandekommen dieser Weiterbildungsveranstaltung ist eine Mindestteilnehmerzahl erforderlich. Sollte diese Zahl nicht erreicht werden, behalten wir uns vor, die Veranstaltung abzusagen. Im Falle einer Absage erfolgt die volle Erstattung der Teilnahmegebühr. Weitergehende Ansprüche an den Veranstalter bestehen nicht. In Ausnahmefällen wird eine Änderung des Veranstaltungsablaufs vorbehalten. Änderungen dieser Art berechtigen weder zum Rücktritt noch zur Minderung der Teilnahmegebühr.